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Bald wird ausgepackt

Hallo Internetwelt!

Ich funke in das Rauschen millionenfacher Störsignale.

Ich arbeite hier parallel schon an mindestens 10 verschiedenen Blogpostbeiträgen, aber an allen wird noch gefeilt, weil sie so intensiv sein werden.
Habe Freude daran.

In der Zwischenzeit poste ich ein verpacktes Etwas.

(Einpacken für Arme.)

Außerdem frage ich mich heute ganz ernsthaft, wie Frauen es jemals hinbekommen hätten sich zu vernetzen, wenn es das Internet-Proxy und Herzchenemojies niemals gegeben hätte. So viel kaschierten Blümchenhass wie heutzutage gab es wohl selten zuvor zu sehen.

Tipp: traue keiner Netzwerkerin, welche lauthals die Marke ICH propagiert.

(Ich denke ich sollte mich von sämtlichen Frauengruppen wieder abmelden und stattdessen in Zirkusgruppen anmelden.)

Zum Glück ist ja bald Weihnachten. Zeit für sowas. Und für Humor. (!)

Das echte Leben findet ihr nur noch in den Kleinanzeigen, meine lieben Lesemäuse.

:*

Anna Niestroj auf dem Weg

Was ist eigentlich Privileg?

Ein Privileg (Plural Privilegien, von lateinisch privilegium „Ausnahmegesetz, Vorrecht“) ist ein Vorrecht, das einer einzelnen Person oder einer Personengruppe zugeteilt wird.

Das sagt das Internet.
Das sagt die Welt.

Heute frage ich mich: bin ich eigentlich privilegiert? Jetzt und hier? Hier und jetzt?

Und warum eigentlich (nicht)?

Ich habe heute dieses Video auf Facebook entdeckt. Es wurde zu diesem Zeitpunkt 83 Millionen Male abgespielt, eine halbe Millionen Male geliked und 1,6 Millionen Male geteilt.

Ich habe dieses Video heute angeschaut und es hat mich sehr getroffen. Es hat mich sehr getroffen, weil ich in der letzten Reihe stehen geblieben bin. Dieses Video ist eine gelungene Analogie, die alle betrifft, in der sich aber nicht alle wiederfinden können, weil sie nicht Teil dieses Videos sind. (Und weil es auch eigentlich ein bißchen doof ist.)

Aber nicht so schlimm.

Es hilft.

Es hilft einen ganz unterschwelligen Missstand zu erklären, den Menschen erleben. Und dieser Missstand passiert uns nicht auf dem Sportplatz, sondern im echten Leben.

Manchmal schnürt sich mir die Luft ab, wenn ich mich auseinandersetze, mit dieser Welt, mit meinen Mitmenschen. Es ist kein gutes Gefühl, das sich dann in mir breit macht in diesen Momenten.

Und sie kommen leider ziemlich oft vor.

Es sind die Momente, in denen mir klar wird, dass ich in einer Gesellschaft lebe, in der viele meiner Mitmenschen privilegierter sind, als ich. Und umgekehrt.

Denn Privilegien werden ausgespielt.
Sie gewinnen.
Meistens.
Ständig.

Ich schreibe das jetzt, heute und hier. Nicht, weil ich denke, dass ich irgendetwas damit erreichen kann. Nicht, weil ich denke, dass ich verloren habe. Sondern weil ich es einmal rauslassen möchte, aus mir raus, auf diese Welt.

Die Analogie funktioniert nämlich gut: alle stehen an selber Stelle, wenn sie ankommen. Sie sind alle Menschen, Seelen, Körper. Werden geboren – und es geht los.

Die Grundvoraussetzungen sind bei Menschen so grundverschieden, wie grundverschieden sie nunmal sind. Je nachdem wo und von wem sie geboren wurden. Trotzdem macht sich jeder Mensch auf den selben Weg. Jeder Mensch bricht auf, um sein Leben zu leben. Jeder Mensch hat Träume, Phantasien, Vorstellungen und Lieben. Jeder Mensch will sich diese Träume, Phantasien, Vorstellungen und Lieben in seinem Leben erfüllen.

Ich selbst sehe mein Leben und ich reflektiere sehr viel darüber. Und das nicht erst seit gestern. Ich schreibe ein Tagebuch, seit ich 12 bin. Und ich lebe mein Leben. Ich sehe, wo ich bin, wo ich war, wo ich herkomme, wo ich noch hinwill. Ich sehe die Welt und ich sehe meine Nachbarn. Ich sehe meine Mitmenschen. Ich rede sogar mit ihnen, höre ihnen zu. Ich bin hier und ich bin hier wo ich bin, mit meinem Körper und meinem Kopf, weil ich zur Schule gegangen bin, weil ich studieren gegangen bin, weil ich arbeiten gegangen bin. Weil ich es durfte. Weil einige Menschen mir zugehört haben. Und weil ich damit begonnen habe, meinen Träumen nachzugehen.

Blinkblink-Ich – im Winter.

Aber wie es zu alldem gekommen ist, das sieht mir kaum jemand an. Kaum jemand, fast niemand, sieht den Weg, den ich gegangen bin. Niemand sieht das, was vor dem jetzt war und niemand sieht das, was noch vor mir liegt.

Das ungute Gefühl kommt also dann ganz oft, wenn ich mit Menschen „auf meiner Höhe“ in Austausch bin. Wenn ich irgendwie merke, dass wir zwar auf selber Höhe sind – ich aber irgendwie einen längeren Weg gelaufen bin. Und das nicht, weil ich einen längeren Weg laufen wollte oder weil ich mich verlaufen habe. Sondern weil mir nichts anderes übrig geblieben ist, als diesen ziemlich langen Weg auf mich zu nehmen, um mich dorthin zu bringen, wo ich heute bin.

Und überhaupt, gibt es dann auch das „auf einer Höhe“ nicht mehr. Denn eigentlich ist man als Weitgereister ja schon viel weiter. Aber wer vom Nordpol Richtung Rom läuft, der trifft halt Leute, die sind in Hamburg gestartet. Oder in München. Alle auf dem selben Weg. Treffen sich. Selbes Ziel, selbe Entfernung, selber Weg. Nur, wenn man am Nordpol gestartet ist (denn da gibt es bekanntlich nicht viel, haha), dann hat man halt schon ein paar mehr Kilometer hinter sich. Zwischendurch ist schon einiges verloren gegangen. Nicht zu reden von den Gedanken, die man beim Reisen schon verschwendet hat.

Das klingt vielleicht alles ein bißchen abstrakt. Aber zur Verdeutlichung ist ja das oben gemeinte Video verlinkt.

Diesen Prozess in Form eines langen Weges, bzw. einer langen Reise zu beschreiben, funktioniert zwar irgendwie am Besten, aber dieser Vergleich ist auch nur eine klapprige Krücke für das, was tatsächlich geschieht. Jedes Wort, das zu beschreiben versucht, schränkt auch gleichzeitig wieder ein. Denn für den Lauf des Lebens gibt es keinen Maßstab und es ist am ehesten ein spiritueller Weg, den man geht. Und jeder geht ihn anders.

Und wo ich mit diesen Worten überhaupt hinwill, das weiß ich gerade auch nicht wirklich. Eigentlich ist es wie ein Schritt zurück. Darüber nachzudenken ist ein Symptom. Es wirft mich zurück. Es sind Erschöpfungserscheinungen.

Es ist schwierig als ein solcher Mensch Bindungen zu bestehen, wenn man damit beschäftigt ist, sich aus der letzten Reihe vorwärts zu bewegen. Wenn man sich seinem Schicksal nicht hingibt, sondern die Reise auf sich nimmt. Dann durchläuft man viele Phasen. Und wenn man es ein wenig eilig hat, dann durchläuft man viele Phasen schnell. Und es gibt viele Menschen, die sich in bestimmten Phasen etwas länger aufhalten, als man selbst. Die bleiben dann auf einem Streckenabschnitt, nicht unbedingt stehen, aber halten sich auf. Und man lässt sie hinter sich. Und vielleicht holen sie einen auch irgendwann wieder ein. Weil man sich selber hat aufhalten lassen. Und so weiter.

Diejenigen, die einem am Nächsten sind – weil sie entweder Teil der Kindheit oder der eigenen Familie sind – die sind einem möglicherweise irgendwann am Entferntesten, weil sie sich niemals auf die Reise gemacht haben. Und mit ihrem Schicksal möglicherweise voll und ganz gefordert sind. Und dann ist man allein.

Aber es muss trotzdem irgendwie weitergehen.

Ich habe zuletzt irgendwo gelesen, dass es soetwas wie den „selbstgemachten Menschen“ gar nicht gibt. Den „Selfmade Man“ – eine Person, die es von ganz unten nach ganz oben geschafft hat – der amerikanische Traum sozusagen. Eine utopische Figur. Denn es stimmt. Einen Weg von unten nach oben kann man nur machen, wenn es überhaupt ein Dazwischen gibt. Im Dazwischen da sind viele Menschen und jeder dieser Menschen, dem der „selbstgemachte Mensch“ begegnet – jeder Mensch hilft auf seine eigene Art und Weise, damit der „selbstgemachte Mensch“ weiterkommen kann. Und umgekehrt. Bestenfalls. (Wer es merkt.) Also ‚machen‘ wir uns alle irgendwie gegenseitig. Und es ist wichtig, dass wir alle das merken, dass es keine „selbstgemachten Menschen“ gibt. Dass wir alle voneinander abhängig sind und uns alle gegenseitig formen. Ob wir wollen, oder nicht. (Und ein oben oder unten gibt es sowieso auch gar nicht..)

Das ist viel.
Zum Verstehen.

Darum – um zum Schluss zu kommen – und was ich eigentlich auch nur sagen will:

Jeder Mensch sollte einmal öfter darüber nachdenken, mit welchen Privilegien er in sein Leben getreten ist. In welche Familie er geboren worden ist. Wieviel Liebe ihm geschenkt worden ist. Und von wem.

Jeder sollte einmal öfter darüber nachdenken, welche Menschen er zu seinen Freunden zählen darf. Welche Region der Erde er seine Heimat nennen darf. Und welches Haus sein Heim.

Jeder Mensch sollte einmal ganz fest darüber nachdenken, wer ihm dabei geholfen hat, dort zu sein, wo er heute ist. (Oder auch nicht. Dann weiß man, dass man auf einem holprigen Streckenabschnitt ist 😅.)

Und wenn jeder Mensch seine Mitmenschen zu begreifen versuchte und einmal auch da hin schauen würde, wo diese fremde Seele denn gestartet und welche Phasen sie schon durchlaufen ist: das würde jedem Menschen eine Menge Dankbarkeit lehren.

Und ein riesen Schritt wäre getan.

🙏

Warum ich Baustellen liebe

Ich habe gestern zu meinem Freund gesagt, dass man nicht auf einer Baustelle arbeiten sollte, wenn es nicht die eigene ist.

Anders betont hätte ich auch sagen können, dass es total unlogisch ist auf einer Baustelle zu arbeiten, die nicht die eigene ist. – Vorausgesetzt natürlich, man hat überhaupt eine Baustelle.

Da ich aber davon ausgehe, dass Baustellen zum Beispiel Beziehungen, persönliche Projekte oder Vorhaben, Abschlussarbeiten, diverse geistige oder körperliche Schmerzzustände sein können, so glaube ich, dass wahrscheinlich jeder Mensch auf dieser Erde eine Baustelle hat. Und somit sollte sich auch jeder mit dieser meinen Abhandlung zu Baustellen irgendwie identifizieren können.

Ich habe (u.a.) ein Faible für „echte“ Baustellen, beziehungsweise: heruntergekommene, alte Gebäude.

Nachdem ich mir nach jeder bisherigen Baustellengeschichte (aus porigem Altbaubestand) immer wieder gesagt habe: das machst Du nie wieder!, so habe ich dennoch wieder damit angefangen und bearbeite derzeit die größte Baustelle, die ich jemals hatte. – Und merkwürdigerweise fühlt es sich genau richtig an.

Keine Reue, kein Jammern. Einfach machen. Stück, für Stück, für Stück, für Stück, für Stück. Manchmal denke ich, dass Zerstörung und Verfall nur dafür stattfindet, damit wieder etwas aufgebaut werden kann. Denn das ist es, was die Natur so liebt. (Anm. von Sean, dem Freund: In George Orwell’s 1984 ist genau das der Grund für den permanenten Krieg und die Zerstörung: nämlich der permanente Wiederaufbau, „Dann gibt’s was zu tun!“)

Auf einer Baustelle redet man nicht viel. Man geht nicht ans Telefon, man tippt keine Nachrichten, man schaut nicht in die Röhre und man liest auch nicht. Man kann zwar Musik und Podcasts auf Baustellen hören, aber meistens ist es dafür zu laut. Es gibt Baustellengeräusche. Manchmal geht etwas schief, dann kippt etwas um, man flucht, man räumt auf, man macht weiter, man hält den Mund, man ist still, man ist bei sich. Man kommt weiter und man kann es sehen, dass man weiter kommt – man ist ja auf einer Baustelle, da geht es nur darum weiter zu kommen, weiter zu bauen. Nichts weiter. Man benutzt seine Hände, seine Augen, seine Gedanken, seine Sinne, seine Imagination, seine Logik, seinen Körper. Es ist staubig, es ist schmutzig, man schwitzt, die Nase läuft, man wischt sie an seinen Ärmeln ab. Die Kleidung ist schmutzig, man robbt auf allen Vieren, liegt, steht, streckt, krümmt und dehnt alles was man hat.

Ganz einfach gesagt: man ist.

Die Entscheidung auf eine Baustelle zu gehen und daran zu arbeiten beinhaltet auch: nirgendwo anders hinzugehen. Zum Beispiel auch nicht dorthin, wo die Leute sich so treffen und sich amüsieren oder auch arbeiten (bzw. messen).

Während man also auf der Baustelle baut, da kommen einem allerlei Gedanken. Viele Ideen. Man überlegt natürlich, was andere Leute so mit ihrer Zeit machen – so am Wochenende. Man denkt dann alle haben frei, freuen sich, bummeln, spielen, gehen spazieren, flanieren, treffen Leute, vertreiben sich die Zeit. Man beneidet diese Leute. Aber für diese fröhlichen Leute ist das Wochenende schwupps vorbei – einmal wieder viel zu schnell. Nach einer Ewigkeit auf der Baustelle allerdings ist die Arbeit immer noch nicht fertig, man hat noch sehr viel vor sich, man hat alles schon 1000 Mal durchdacht und an 1000 Schrauben gedreht. Und der Tag ist immer noch nicht vorbei. Es ist immer noch nicht alles geschafft. Darum geht es weiter. Dann leert sich der Kopf, dann kommt das Nichts – gepaart mit viel Moment. Der Flow.

Nach so einem Tag, da blickt man zurück und sieht, was man geschafft hat. Ist müde, ist froh und stolz. Isst zum Schluss ein warmes, deftiges Mahl mit gesundem Appetit, nimmt ein Bad und fühlt sich seelig. Man hat die Zeit gedehnt, den Kopf befreit, den Körper erlebt.

Darum liebe ich Baustellen.

Ich mache das für mich und für uns und für das Leben und für die Freiheit der Gedanken.

Und natürlich für die Schönheit, die so entsteht und die Seele pflegt.

Keine andere Baustelle kann das so gut wie die eigene.

(Keine andere Baustelle sollte das jemals können.)

Zahlenmenschen versus neue Welt

Hier sind wir also: in der lange angekündigten Welt der neuen Werte. In der Welt der mannigfachen Währungssysteme. In der Welt der Zahlen, Datenmassen, Superlativen, Kryptowährungen. Mehr, mehr, mehr. Zu viel, zu viel, zu viel.  Alles vermessen. Vom Weltall bis zum IQ.

Mich wundert es seit Langem, was man hier eigentlich am Besten machen sollte, wenn man nicht in Quantitäten hineingeboren wurde, sondern in das pure Dasein. Schaltet man dann einfach ab? Sollte man besser trinken, viel konsumieren, banalisieren, sich permanent stressen, um möglichst das eigene Dasein zu vergessen? – Und damit die Tatsache zu übersehen, dass man kein Freund von Zahlen ist?

So sehr ich darauf vertraut habe, dass das Internet und die sozialen Medien anderen Werten unterliegen werden, so sehr habe ich mich geirrt.

Alles geht kalkuliert vor sich, alles wird gründlich geplant. Follower, Kommentare, Likes & Shares werden gezählt. Kein Content ist mehr zufällig. Die Zeit des Experimentierens ist vorbei. Alle sind nunmehr ganz strategisch bei der Sache. Bloggen mehr, schreiben mehr, investieren mehr, teilen mehr. Mehr, mehr mehr. Ich sehe kaum noch Menschen hinter all den Zahlen.

Aber ich bezweifle, dass wer kalkuliert vorgeht, Neues entdeckt. Ohne darin geforscht zu haben, so glaube ich, dass mir die Geschichte Recht gibt.

Irgendwann in längst vergessenen Zeiten, da müssen wir so etwas wie Intuition besessen haben. – Wie sonst hätten wir wagen können?

Oder waren es nur Vereinzelte, Abgedriftete, die etwas wagten?

Wo sind diese Menschen heute? Wer sind diese Menschen?

Wenn nur alle, die in dieser Welt „am Wenigsten“ haben, erkennen würden, dass sie Alles haben, einfach nur dadurch, dass sie sind.

DAS wäre eine neue Welt.

 

How To Speak Pure

Right Speech

As tought by the Buddha.

Speech must be pure and wholesome. Purity is achieved by removing impurity, and so we must understand what constitutes impure speech. Such acts include: telling lies, that is, speaking either more or less than the truth; carrying tales that set friends at odds; backbiting and slander; speaking harsh words that disturb others and have no beneficial effect; and idle gossip, meaningless chatter that wastes one’s own time and the time of others. Abstaining from all such impure speech leaves nothing but right speech.

One who practices right speech speaks the truth and is steadfast in truthfulness, trustworthy, dependable, straightforward with others. He reconciles the quarreling and encourages the united. He delights in harmony, seeks after harmony, rejoices in harmony, and creates harmony by his words. His speech is gentle, pleasing to the ear, kindly, heartwarming, courteous, agreeable, and enjoyable to many. He speaks at the proper time, according to the facts, according to what is helpful, according to Dhamma and the Code of Conduct. His or her words are worth remembering, timely, well-reasoned, well-chosen, and constructive.

In diesem Sinne:

  • hülle ich mich in Schweigen und plane einen Umzug.
  • suche ich kleine Remote Jobs zur Überwinderung.

Wer dies liest und wer was hört: ich kann etwas und gerne :)

Bild: Scan von einem Malhia Kent Stoff.

Reality

Ich weiß ja nicht, wer von Euch Zeitgenossen damals zur Kirche ging oder noch geht. Mindestens einmal in der Woche dasitzen und die Gedanken schweifen lassen, weil das Zuhören zu anstrengend ist.
Oder Zuhören, weil es einleuchtend ist.

Ich gehe nicht zur Kirche, aber bin dennoch andächtig. Bei der Sache.

Weil sich die Realität nicht erklären lässt, wenn man einmal gründlich darüber nachgedacht hat..;)
Hört hier –>

(Ein etwas monotoner Sprachrythmus auf Dauer – aber das Wissen wert.)
(Und dabei Farben & Formen. – My Reality.)

Kiefernrinde & Pingipung

Ich entdecke derzeit die neue Nachbarschaft – eine neue Welt! – So Naheliegendes kann so aufregend sein. Streicheltiere, verwunschene Pfade, Gärten und Kröten, Stillgelegtes, Stillstehendes, Tümpel, einsame Parkbänke, Wildschweine, Wildvögel. Und ja: ich lebe noch in Berlin.

Haben gestern am Schlachtensee unter Hunderten einen schattenspendenden Baum gewählt und ihn in müßiger Sonntagslaune seiner Beschaffenheit exploriert. Der Baum war eine Kiefer und seine Rinde ist ein zauberhaftes waberndes Puzzle aus ineinandergesteckten Wubbelwabenstücken. Das ausgeklügelteste Parkettstecksystem. Habe gleich mal ein paar Teilchen eingesammelt, um etwas daraus zu machen und dabei in meiner Naivität vermutlich ganze Kolonien Kleinstlebewesen zerstört.

Außerdem schauen wir sehr viel in den funkelnden Nachthimmel, wenn er sich denn zeigt während dieses verregneten Sommers. Ich habe auch schon meine eigene Theorie WARUM es diesen Sommer besonders viel bewölkt ist. Es ist anzuraten einfach mal hoch zu blicken und sich dann wundernd zu wundern.

Und jetzt einen schönen Montag samt Woche – hört mal wieder Pingipung, weil einfach immer etwas Überraschendes dabei ist:

DIY 2008 – Meine Bachelorarbeit im Rückblick

Es ist schon irgendwie witzig sich Zeit zum Zurückblicken zu nehmen… vor allem, wenn man wie ich über viele Jahre viel gemacht hat… puh. – Ich muss mich ziemlich durchwühlen. Aber lustig!

Nun bin ich seit mehr als 10 Jahren mehr oder weniger „intensiv“ im Internet unterwegs… dieser Blog existiert nun seit bald 9 Jahren. Das ist für manch andere „User“ ja noch gar nichts. Daher erhebe ich hier keinen Altersweisheitsanspruch.. ;) – Wer wie ich einfach immer weiter Content produziert, dem ist es am Ende auch egal, ob überhaupt Leute klicken. Hauptsache es ist irgendwie „gestored“ – und raus aus dem Kopf. Denn außerhalb des Kopfes fühlen Ideen sich besser an. :) Und dass ein Blog nicht das ideale Medium ist, das weiß ich schon zu lange. Aber es findet sich leider kein passender Ersatz. Von daher „store“ ich hier jetzt auf etwas umständliche Weise meine Bachelorarbeit aus dem Jahre 2008 / 2009 – dessen „Randprodukt“ sozusagen auch (irgendwie) dieser Blog ist.

Meine Bachelorarbeit war zu ihrer Zeit sehr richtungsweisend. Wer es liest und sich in der Zwischenzeit (den letzten Jahren) ein bißchen mit dem Thema beschäftigt hat, der/die wird es sehen. Ich habe diese Arbeit damals einfach in meiner Schublade liegen lassen und nie wieder herausgeholt. – Zwischenzeitlich war ich immer mal ein wenig enttäuscht darüber, dass ich mich anstatt „richtig“ in diese ganze DIY Welt zu begeben in die Schweiz gegangen bin, um einen Master zu machen… denn im Internet geht alles so so so schnell und plötzlich war der Boom da. Und die Chance mit der ersten großen Welle groß aufzusteigen war im Nu vorbei. – Aber nachdem ich nun (wieder ein paar Jahre später) die „Ergebnisse“ dieser heutigen DIY Szene vor mir sehe, so bin ich sehr froh über meine damalige Entscheidung. Am Ende macht „Wissenschaft“ a.k.a. „Leben“ halt doch ein bißchen mehr Spaß… und nebenbei basteln tue ich ja sowieso..;)

Aber lest selbt, wenn ihr Interesse habt – und Zeit. Hier gibt es das „visuelle Nebenprodukt“ auf behance.

Und bei richtig großem Interesse, kann ich die Arbeit auch gern als PDF verschicken. Einfach mailen :)

 

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