Diverses, Gedanken, Persönliches
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Ruhig bleiben. Heute. Hier.

Ich wohne seit ein paar Tagen am Stadtrand.
Besser gesagt am Buschgraben.
„In die Stadt“ fahre ich jetzt durchschnittlich 1 Stunde.
Endlich Zeit zum Lesen. (Wenn’s denn sein muss..;)

Regen klingt schöner, wenn er sich nicht mit Reifen und Asphalt mischt – sondern mit Blättern und Gräsern.

Und so sitze ich hier und schreibe etwas Kleines, weil sich in den letzten Monaten soooo viel angestaut hat.

Blink your eyes.
One for yes. Two for no.

 

Wenn es eine Freiheit gibt, dann am ehesten die Freiheit Nein zu sagen. Was auch immer gerade das Programm ist. Aufmerksamkeit verweigern. Nicht teilnehmen. – Das geht immer. Auch – und gerade – wenn man nicht die Augen verschließt.

Die Stadt ist für mich unerträglich geworden. Berlin. Ich weiß nicht, wie es um andere Metropolen steht. Aber hier ist nicht mehr das, wonach ich mich einst sehnte.

10 Jahre werden es bald. In Berlin.

Mich stört Aggression. Mittlerweile. Sehr. In jeder Form. Und es fällt mir schwer Ihr zu entweichen, solange ich mich an diesem dicht bewohnten Ort aufhalte und seine zugehörigen Menschen und Medien konsumiere. Die Menschen hier sind aggressiv. Unterschwellig. Die Meisten. Ob in Wort, Tat, Konsum, Gedanken oder im Straßenverkehr. – Herumwandelnde Explosionskörper. Die Leute kämpfen mit der Stadt und mit der Welt, anstatt mit sich, wo ein Sieg zumindest möglich ist. (…) Das ist mittlerweile alles unerträglich. Für mich.

Und wer mich kennt, der weiß: ich bin ruhig. Ich war immer ruhig. Und ich bleibe ruhig. Außerdem bin ich freundlich. Ich war immer freundlich und ich habe mir vorgenommen freundlich zu bleiben. Und weil ich endlich weiß, dass es mir in der Stadt auf Dauer nicht gelingen wird, weil die Menschen dort so anders sind als ich, bleibe ich lieber draußen. Ohne Heimat. Ohne Ziel. Ruhig.

Mein Stück Freiheit.
Ein gar nicht so kleiner Neuanfang.
Und der Rest ergibt sich.
Im Lauschen.
Und mal Sehen.

 

3 Kommentare

  1. Das hast du so schön geschrieben! Ein Hoch auf die Ruhe und die Natur! Viel Glueck am Stadtrand ( ich wohne auch am Ende einer Stadt) :)

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